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mit Kommentaren von Dr. Bodo Schiffmann und Asphyx zum Thema im Kontext des Irankrieges als Outtake aus dem KRIEG als MORALSHOW – 2026-03-11 – IRAN – Kriegsprediger in MEDIEN und POLITIK ← OSM | AD HOC 16:
“Im Iran genießen anerkannte christliche Minderheiten (vor allem armenische und assyrisch-chaldäische Christen) einen gewissen gesetzlichen Schutz: Die Verfassung garantiert ihnen Religionsfreiheit „innerhalb der Grenzen des Gesetzes“, und es gibt fünf reservierte Sitze im Parlament (Majlis) – darunter zwei für Armenier und einen gemeinsamen für Assyrer/Chaldäer –, die ausschließlich von Vertretern dieser Gruppen besetzt werden dürfen.
Burkas oder vollständige Ganzkörperverschleierungen sind im Alltag extrem selten und praktisch nirgends vorgeschrieben; stattdessen ist der Hijab (Kopftuch) Pflicht, doch in Städten wie Teheran wird die Durchsetzung seit 2025 zunehmend laxer – viele Frauen tragen das Tuch locker, weit zurückgeschoben oder gar nicht, besonders in jüngeren Generationen und urbanen Vierteln.
Der Iran ist in vielen Bereichen ein hochmodernes Land: Teheran verfügt über eine pulsierende Metropole mit U-Bahn, Hochhäusern, Einkaufszentren, Universitäten, Cafés und einem dynamischen Verkehr mit Smartphones und Mode, die oft westlich-europäisch anmutet – der Alltag vor dem Krieg 2026 wirkte in vielen Teilen wie in einer Großstadt in Europa oder Deutschland.
Konvertiten aus dem Islam
Obige Punkte beziehen sich vor allem auf die anerkannten ethnischen Christen.
Laut westlichen Quellen erfahren Konvertiten aus dem Islam oft schwere Repression und sind nicht geschützt. Konvertiten vom Islam zum Christentum (Muslim-background believers) werden im Iran systematisch und schwer verfolgt, im Gegensatz zu den anerkannten ethnischen Christen (Armenier, Assyrer). Das Regime sieht Apostasie (Abfall vom Islam) als Bedrohung für die nationale Sicherheit und behandelt Konvertiten oft als “westliche Agenten”, “Zionisten” oder “Staatsfeinde”. Apostasie ist nicht explizit im Strafgesetzbuch kodifiziert, wird aber über vage Paragraphen (z. B. Art. 500: “abweichende Propaganda gegen den heiligen Islam”, “Handlungen gegen die nationale Sicherheit”, “Feindschaft gegen Gott”) mit langen Haftstrafen, Folter, Folter in Haft, Exil oder Zwangs-“Umerziehung” geahndet.
In arabischen Quellen wie Al Jazeera, Al Arabiya oder Al Mayadeen finden sich keine direkten, aktuellen Bestätigungen. Arabische Quellen berichten seltener spezifisch über diese Themen, oft im Kontext breiterer Menschenrechtsdebatten oder geopolitischer Spannungen (z. B. Iran vs. Saudi-Arabien/Israel). Al Jazeera hat in der Vergangenheit über allgemeine religiöse Verfolgung in Iran berichtet, aber ohne Fokus auf “Zionisten”-Etiketten; Al Arabiya (saudisch, anti-iranisch) erwähnt in verfügbaren Berichten eher politische Dissidenten. Pro-iranische Medien wie Al Mayadeen leugnen oder bagatellisieren solche Vorwürfe oft als “westliche Propaganda” und betonen stattdessen “Religionsfreiheit” für anerkannte Minderheiten (ethnische Christen wie Armenier), während Konvertiten als “westlich infiltriert” dargestellt werden.
Das könnte auf Bias hinweisen: Anti-iranische arabische Medien (z. B. aus Golfstaaten) übertreiben, pro-iranische (z. B. libanesisch) untertreiben. Auf die Proteste eines Teils der Bevölkerung sind wir an anderer Stelle nochmals eingegangen.”
/asphyx
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