Kehrtwende im Klimawandel? – Was verschwindet aus den neuen Klimaszenarien?
In dieser AAM-News-Sondersendung vom 7. Mai 2026 beschäftigt sich Dr. Bodo Schiffmann mit einer bemerkenswerten Entwicklung in der Klimaforschung: Das bisherige extreme Emissionsszenario RCP8.5 bzw. SSP5-8.5, das über Jahre zahlreiche Klimaprojektionen, Studien und öffentliche Debatten geprägt hat, soll in dieser Form für die nächste Generation der Klimamodelle nicht weitergeführt werden.
Schiffmann fragt deshalb nicht nur, was in den neuen Szenarien steht – sondern vor allem, was dort nicht mehr steht.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
■ das bisherige Worst-Case-Szenario RCP8.5 / SSP5-8.5
■ die neuen Klimaszenarien für CMIP7
■ die Vorbereitung auf den kommenden 7. IPCC-Sachstandsbericht
■ frühere Prognosen zur globalen Erwärmung
■ die Frage, wie realistisch bisher verwendete Extremannahmen tatsächlich waren
■ politische und mediale Konsequenzen aus Klimamodellen
■ die Verwendung von Worst-Case-Szenarien in der öffentlichen Kommunikation
■ Veränderungen von Narrativen und Prognosen im Laufe der Zeit
■ die Frage, warum frühere Annahmen teilweise stillschweigend verschwinden oder verändert werden
Unter dem Motto „Das, was nicht drinsteht, ist noch wichtiger als das, was drinsteht“ untersucht Schiffmann, welche bisherigen „Marschrichtungen“ der Klimadebatte in den neuen Szenarien nicht mehr auftauchen und welche Bedeutung diese Veränderungen für die öffentliche Diskussion haben.
Die wissenschaftliche Grundlage der aktuellen Debatte ist eine Überarbeitung der Szenarien für die neue Modellgeneration CMIP7. Das besonders emissionsintensive Szenario RCP8.5/SSP5-8.5 gilt inzwischen nicht mehr als plausibler zentraler Zukunftspfad. Das bedeutet allerdings nicht, dass der IPCC den menschengemachten Klimawandel grundsätzlich verworfen hätte – vielmehr werden die zugrunde gelegten Zukunftsszenarien an neuere Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst.
→ DOWNLOAD + ODYSEE + Youtube